Bildschirm-Ratgeber
Was ist PPI? Pixeldichte einfach erklärt
Zwei Monitore können exakt dieselbe Auflösung haben und trotzdem unterschiedlich scharf wirken. Grund ist einfach nur die Größe der Bildfläche. Genau an dieser Stelle kommt PPI ins Spiel. Die Abkürzung steht für „Pixels per Inch“, also Pixel pro Zoll.
Was sagt der PPI-Wert aus?
PPI beschreibt, wie dicht die Pixel auf dem Display nebeneinander sitzen. Je mehr Pixel auf einen Zoll (bzw. cm) passen, desto kleiner sind die einzelnen Bildpunkte. Feine Schriften, Kurven und Bilddetails können dadurch glatter erscheinen. In der Praxis wirkt also alles schärfer und natürlicher!
Hohe PPI-Werte stehen also für eine feinere Darstellung. Mit Farbe, Kontrast, Helligkeit oder Reaktionszeit des Panels hat der Wert allerdings nichts zu tun. Als isolierter Qualitätsmarker taugt er also nicht. Ein Monitor kann eine hohe Pixeldichte haben und in anderen Disziplinen trotzdem mittelmäßig sein.
Warum auch die Auflösung allein nicht reicht
Nehmen wir 1920 × 1080 Pixel. Auf einem 13-Zoll-Notebook werden diese Pixel auf einer kleinen Fläche verteilt. Auf einem 32-Zoll-Monitor müssen dieselben 2 Millionen Bildpunkte eine wesentlich größere Fläche füllen. Die Pixel sind entsprechend größer und aus kurzer Entfernung leichter zu erkennen.
Wer mal einen alte Film in SD-Qualität auf einem großen 4K-Bildschirm gesehen hat, weis worum es geht. Deshalb wäre die Frage „Ist Full HD scharf?“ ohne Bildschirmgröße kaum sinnvoll zu beantworten. Erst Auflösung plus Diagonale ergibt die Pixeldichte.
Wie wird PPI berechnet?
Zuerst wird aus Breite und Höhe der Auflösung die Pixelzahl entlang der Diagonale berechnet. Anschließend teilt man diese Diagonale durch die Bildschirmdiagonale in Zoll. Unser PPI-Rechner auf der Startseite erledigt das automatisch.
Wichtig ist dabei die native Auflösung des Panels. Verwenden Sie nicht einfach irgendeinen vom Browser gemeldeten Wert. Schauen Sie im Zweifel in die Anzeigeeinstellungen oder ins Handbuch des Geräts.
PPI = √(Pixelbreite² + Pixelhöhe²) ÷ Bildschirmdiagonale in Zoll
Was ist ein guter PPI-Wert?
Es wäre unseriös an dieser Stelle einen fixen Wert zu nennen. Denn sinnvolle Werte hängen stark vom Abstand ab. Einen Desktop-Monitor betrachten Sie normalerweise aus größerer Entfernung wie ein Smartphone oder TV-Gerät. Deshalb kann ein Monitor mit deutlich weniger PPI trotzdem angenehm scharf wirken.
Auch die Skalierung verändert den Eindruck. Bei sehr hoher Pixeldichte werden Texte häufig größer dargestellt, nutzen dabei aber mehr physische Pixel. Folge: Eine deutlich feinere Zeichnung von Schrift und Grafik (z.B. Linien).
Pixelabstand: dieselbe Sache von der anderen Seite
Eng verwandt mit PPI ist der Pixelabstand, oft auch Pixel-Pitch genannt. Er wird in der Regel in Millimetern angegeben. Je kleiner der Abstand, desto dichter sitzen die Pixel. Hohe PPI bedeuten daher einen kleinen Pixelabstand und umgekehrt.
Für den normalen Anwender ist PPI meist leichter zu vergleichen.
Wann lohnt sich eine höhere Pixeldichte besonders?
Wer viel mit Text, Bildbearbeitung, CAD oder feinen Grafiken arbeitet profitiert besonder. Vor allem bei kurzem Betrachtungsabstand fällt eine höhere Pixeldichte schnell positiv auf. Wer dagegen hauptsächlich Videos aus größerer Entfernung schaut oder spielt, wird denselben Unterschied kaum wahrnehmen.
Praktisch gilt daher: Schauen Sie nicht nur auf 4K, WQHD oder Full-HD. Prüfen Sie zudem, wie groß der Bildschirm ist und wie weit Sie davor sitzen. Genau diese Kombination entscheidet darüber, wie fein das Bild am Ende wirkt.